Zu den sichtbarsten
Maßnahmen die bisher durchgeführt wurden, zählen das
Abschieben des nährstoffreichen Oberbodens im Nordwesten und
das Auffüllen mit sandigem Boden. Diese Flächen werden,
nachdem 2003/04 die durch die Umlagerung mobilisierten
Nährstoffe ausgewaschen wurden, mit Oberboden (der Samenbank)
von sehr wertvollen Flächen angedeckt (geimpft). So entsteht
ein lockerer Sandmagerrasen für die Neubesiedlung mit
spezialisierten Tieren und Pflanzen sowohl auf den geimpften
Flächen als auch auf den Flächen, denen das
Spendermaterial entnommen wurde.
Als weitere
Maßnahme wurden die, durch die große Trockenheit
oberflächig teils abgestorbene Heideflächen,
„gekämmt“, um Luft und Licht an die Pflanzen zu
lassen, den Neuaustrieb zu stärken und die Blütenpracht
der Heide neu entstehen zu lassen.
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Links: Bodenfalle zur Untersuchung von
Laufkäfern
Rechts:
Schätzrahmen zur Untersuchung der von
Veränderungen in der Pflanzendecke
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Die Düngung der
Grünlandflächen wurde eingestellt und die Wiesen werden
jetzt dauerhaft auf ca. 20 cm Höhe geschnitten. Dadurch
verliert es seine Attraktivität für Vögel, weil sie
weniger Überblick haben um eventuelle Räuber zu entdecken
(man nennt das „die Fluchtdistanz verringern“).
Für die Mahd der Flächen konnte ein Unternehmer gefunden
werden, der diese Aufgabe kostengünstig und effektiv
ausführt.
Langfristiges Ziel ist
es, durch unterschiedliche Mahd die ökologische Bedeutung des
gesamten Geländes zu erhalten und in vielen Bereichen zu
verbessern. Dies geschieht, je nach Flächentyp, durch Entzug
der Nährstoffe oder durch Störung von allzu dichten und
verfilzten Bereichen. Durch die geringere der Produktivität
der Wiesen wird nicht nur die Artenvielfalt erhöht, sondern
auch die Attraktivität für flugsicherheitsrelevante
Vögel verringert.
Die Maßnahmen
sollen 2010 abgeschlossen sein. Bis dahin ist das neue
Flächenmanagement eine Routine, die diesen wertvollen
Lebensraum effektiv und ökonomisch erhält und
verbessert.
Der Flughafen ist ein
hervorragendes Beispiel, wie sich der Erhalt der biologischen
Vielfalt und eine wichtige wirtschaftliche Nutzung gegenseitig
bedingen und voneinander profitieren.